Die Briefträgerin erzählt die Geschichte von Anna, welche in Norditalien wohnt und aufgrund des Wunsches ihres Mannes in den Süden Italiens zieht.
Es ist die Zeit um 1934. Während Anna schon sehr emanzipiert ist, herrscht im Süden Italiens noch das Motto: Frauen an den Herd, keinen Beruf ausüben sondern sich um Mann, Kind, Haus und Hof kümmern. Anna bricht aus diesem Klischee aus und stellt sich auf eigene Füße und das nicht immer zur Freude ihres Ehemannes. Außerdem muss sie auch ihre Gefühle, welche sie seit dem 1. Anblick ihres Schwagers für diesen empfindet, geheim halten. Als im Ort ein Briefträger gesucht wird, bewirbt sich Anna für diese Stelle und bekommt sie. Über 20 Jahre lang übt Anna diesen Beruf aus, verteilt Briefe von Soldaten, Mitteilungen von heimlichen Liebhabern und lernt so mancher Analphabetin lesen und schreiben.
„Die Briefträgerin“ ist ein lesenswerter, historischer Roman mit starkem Italienflair. Anna wird im Gegensatz zu ihrer Schwägerin Agatha als mutige, selbstbewusste und emanzipierte Frau dargestellt. Und das zu einer Zeit, wo das nicht selbstverständlich war.