Marie Luise Ritter, eine Bestseller-Autorin, hat mit ihrem neuen Buch "Leichtigkeit leben" hohe Erwartungen geweckt. Zwar enthält das Werk einige wertvolle Tipps und die ersten 100 Seiten sind durchaus amüsant und kurzweilig, jedoch konnte mich das Buch insgesamt nicht vollständig überzeugen.
Die Geschichte über die Untermieterin, die sich als Mietnomadin entpuppt, ist zwar spannend und gewährt Einblicke in ungewöhnliche Lebenssituationen, jedoch bleibt die versprochene Leichtigkeit im Umgang damit aus. Das beschriebene Schicksal und die letztliche Gleichgültigkeit gegenüber den Ereignissen vermitteln für mich nicht die erhoffte Leichtigkeit.
Ritters regelmäßige Verweise auf die Ratschläge ihrer Therapeutin und ihre Lebensgestaltung im Ausland, um Träume zu verwirklichen, sind inspirierend. Dennoch wirken diese Schilderungen teilweise realitätsfern, da nicht jeder Leser die Möglichkeit hat, einen solchen Lebensstil zu führen.
Für Einsteiger in die Themen Leichtigkeit und Achtsamkeit kann dieses Buch durchaus interessant sein. Es bietet grundlegende Einblicke und leicht umsetzbare Ratschläge. Erfahrene Leser des Genres hingegen könnten den Tiefgang und die Tiefe vermissen. Aus diesem Grund vergebe ich insgesamt 3 Sterne.